| Feuerbrand wieder aktiv | ||
| Erneute Feuerbrandgefahr: Seit Beginn der
Trockenphase Mitte Juli ist der bakterielle Feuerbrand nach fast eineinhalb
Jahren Pause wieder aktiv.
Während in den vergangenen Monaten fast ausschließlich Altbefälle Sorgen bereiteten, sind seit ungefähr zwei Wochen auch wieder Neubefälle zu verzeichnen. Besondere Aufmerksamkeit ist daher wieder geboten! Befallen werden: Apfel, Birne und Quitte bei den Obstgehölzen; Weißdorn, Feuerdorn, Rotdorn, alle Cotoneasterarten, Mehlbeere und Eberesche bei der Ziergehölzen. Steinobst kann nicht befallen werden; hier liegen andere Schadursachen vor. Plötzlich welkende Triebe oder Astpartien sind die ersten Anzeichen für einen möglichen Befall. Typische sind hier die krückstockartigen Verkrümmungen der Triebspitzen. Die oft erwähnten Schleimtropfen sind jedoch nicht immer vorhanden oder sofort sichtbar. Im Zweifelsfall sollte Beratung bei erfahrenen Obstbauern im Ort, bei der Obstbauberatung (Waiblingen 07151/501-206; Backnang 07191/895-24; Schorndorf 07181/93889-29) oder beim Landwirtschaftsamt Backnang (07191/95730) angefordert werden. Besonders auffallend sind Neubefälle in der Nähe alter Birnbäume, die bereits vor Jahren infziert und nur unzureichend ausgeschnitten wurden. Sofern ein wiedererwachter alter Befall oder eine neue Ansteckung festgestellt werden, muß in jedem Fall sofort 25 cm in das gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Leider ist festzustellen, daß Birnbäume in der Regel nicht mehr zu retten sind. Sollten sich nach dem Rückschnitt erneut Symptome zeigen, ist der Baum zu roden. Beim Apfel, und bei rechtzeitig entfernten Quittenzweigen, ist hingegen eine Sanierung oftmals noch möglich. Bitte beachten Sie die neue Situation und machen Sie auch Bekannte und Arbeitskollegen darauf aufmerksam. |
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