| Noch ein Gedicht... | ||
| Gedichtvortrag von OB Jürgen Hofer
beim Festakt zur Beutelsbacher Kirbe 1997:
Grüß Gott Ihr Leut' von nah von weit, in Beutelsbach ist Kirbezeit. Und einem jeden ist es klar, dies ist der Höhepunkt vom Jahr! Aus aller Welt die Gäste nah'n per Flugzeug, Schiff und mit der Bahn. Per Auto, Fahrrad und zu Fuß, allen gilt mein Willkommensgruß! Auch Weinstädter aus den fünf Orten begrüße ich mit frohen Worten. Wir alle wollen beim Glase Wein für heute Beutelsbacher sein. Der Festakt auf dem Marktplatz hier, hat Tradition und ist die Zier des ganzen schönen Kirbefestes, drum geben alle heut' ihr Bestes mit Musik, mit Tanz und Singen, damit schlußendlich tut's gelingen, wenn d'Kirbejugend mit Geschnauf den schweren Trauben hängt hinauf. Und ist er buntgeschmückt dann oben, dann sollen Böllerschüsse loben, daß man es mit vereinter Kraft doch wieder einmal hat geschafft. Dann lasst uns alle fröhlich sein mit gutem Beutelsbacher Wein. Er ist der Beste weit und breit, zumindest in der Kirbezeit. Wie ist er Geist und Seele labend, er schmeckt am Morgen, Mittag, Abend. Ob er lieblich oder trocken, bei ihm, da bleibt ein jeder hocken! So nehm' das Glas ich nun zur Hand und trink auf unseren Wengerterstand. Der muß sich plagen, muß sich regen, drum wünschen wir ihm Glück und Segen. Dann trink ich auf das Wohl der Stadt, die leider nicht viel Geld mehr hat. Doch hat sie in den fetten Jahren, manch' schöne Ernte eingefahren. Und dabei stets dafür gesorgt, daß man keine Schulden borgt! Nun wollen wir die Zukunft wagen, mit Kraft und Mut, nicht nur mit Klagen. Erst die Gemeinde, dann der Staat, statt Diskussionen, mehr die Tat, dazu ein Gläschen Remstalwein, dann wird bald vieles besser sein. Der dritte Schluck macht das Glas leer, ich trink' der Bürgerschaft zur Ehr'. Schon mancher hat es sehr bereut, wenn er abhebt von de Leut'. Ohne s'Volk kann man nicht sein, beim Festakt wär'n wir heut' allein. Wirtschaft, Staat und auch Parteien, brauchen Bürger zum Gedeihen. Ohne sie wird niemand groß, dr Schultes wäre arbeitslos, und wohl auch Bundeskanzler Kohl. Drum, liebe Bürger, auf Ihr Wohl! Kein Tropfen ist im Glas mehr drinnen, wohlan, der Festakt kann beginnen. |
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