| Emma Oettinger wurde 100 | ||
| Am
5. Dezember konnte Emma Oettinger von der »Oberen
Mühle« in Endersbach wohlauf und rank und schlank wie
eh und je ihren hundertsten Geburtstag begehen. Bundespräsident Herzog, Ministerpräsident Teufel gratulierten per Brief, Oberbürgermeister Hofer überbrachte der Jubilarin persönlich die besten Wünsche für weitere Gesundheit und Wohlergehen fürs neue Lebensjahr. »Gut goats soweit«, sagt sie, nach ihrem Wohlbefinden befragt, man mag daran nicht zweifeln, und sie erzählt, daß sie nur selten einen Arzt braucht. »Mit Ihnen Frau Oettinger, tät i net reich werda«, habe der Arzt vor kurzem gefrotzelt. Ihr Leben gestaltete sich einfach, besondere Ansprüche hat die 100jährige, die ihr Heimatdorf bis auf wenige Ausnahmen nicht verließ, nie gestellt. Schon in ihrer Jugend half sie den Eltern bei der Arbeit in der Landwirtschaft und in der Mühle, die allerdings 1978 wegen Maschinenschadens außer Betrieb genommen wurde. Ihr ganzes Leben war von Arbeit bestimmt, »Arbeit hot mr emmer ghet«, sagt sie und Arbeit sei immer ihre beste Medizin gewesen. Die Jubilarin lebt heute mit ihrer Großfamilie im ehemaligen Mühlengebäude in der Auberlenstraße und weiß sich nach wie vor emsig zu beschäftigen. Jeden Tag steht sie am Küchenbuffet und bügelt akkurat und faltenfrei die in einem Vier-Generationen-Haushalt anfallende Wäsche. Zum Tagesablauf gehört auch das Mittagsschläfchen. Der Geburtstag wurde zusammen mit der Familie, zu der vier Enkel und acht Urenkel gehören, gefeiert. Ihr Wunsch zum 100. Geburtstag: »Daß ich noch ein paar Jahre so weiterleben darf wie bisher«. |
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