Ansprechpartnerin für Frauenfragen  
 
  Die neue Ansprechpartnerin für Frauenfragen in der Stadtverwaltung Weinstadt heißt Annete Schulz.

Bei der Wahl am 10. Dezember 1997, der sich drei Kandidatinnen stellten, konnte die Sachbearbeiterin im Hauptamt 57 Stimmen auf sich vereinigen, gefolgt von Marion Herkommer (34) und Ursula Eberhardt (32). 323 Mitarbeiterinnen waren wahlberechtigt, 125 Wählerinnen (= 37,5 Prozent) gaben ihr Votum ab. Erster Bürgermeister Jürgen Oswald und Personalratsvorsitzender Karl-Heinz Nüßle gratulierten der Gewählten mit dem Wunsch auf eine gute Vertretung der Frauensache sowie eine gedeihliche Zusammenarbeit mit Verwaltungsspitze und Personalvertretung.

Die Neubesetzung dieser Funktion ist nach dem Ausscheiden der Kollegin Manuela Jess aus dem Dienst bei der Stadt im Mai diesen Jahres notwendig geworden. Während diese noch mit ihrem Einverständnis ohne Wahl von der Verwaltung betraut wurde, konnten jetzt alle weiblichen Beschäftigten ihre Ansprechpartnerin demokratisch per Wahl bestimmen: Eine Vorgehensweise, mit der die Stadt Neuand betrat, sieht der vom Gemeinderat im Februar 1996 beschlossene Frauenförderplan keine Richtlinie über die Auswahl vor.

Die Wahlperiode für die »Ansprechpartnerin für Frauenfragen« läuft bis 31. Mai 2001, zeitgleich wie die Amtszeit des Personalrats. Bis dahin, so die bisherige Regel, wird die Gewählte ihre Funktion nebenher und ehrenamtlich ausüben. Zur ihren Aufgaben gehört, auf all das zu achten, was im städtischen Frauenförderplan (Umsetzung des verfassungsrechtlichen Gleichberechtigungsgrundsatzes von Mann und Frau) verankert ist, beispielsweise die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Verbesserung von Zugangs- und Aufstiegsbedingungen, die Wiedereingliederung nach der Familienpause oder Fragen der Fortbildung.